Yannick Ackah

Geboren 1992 in Yamoussoukro, Côte d’Ivoire
Lebt und arbeitet in Abidjan, Côte d’Ivoire

Der ivorische Künstler Yannick Ackah schloss zunächst ein Studium der Wandmalereien an der Kunstuniversität in Abidjan ab bevor sich sein Interesse für die schönen Künste weiterentwickelten und er schließlich ein Studium der Malerei anfügte. Als Schüler des Künstlers Yeanzi schloss er 2020 dieses Studium an der École Superieur der bildenden Künste, Architektur und Design in Abidjan (Elfenbeinküste) ab.

Betrachtet man Ackahs Arbeiten, so erkennt man häufig ein Spiel der Gegensätze: Die Dialektik von Leben und Tod, seelische Abgründe und träumerische Verspieltheit, Tag und Nacht, kurz um "die Poesie einer Existenz", wie es der junge Künstler selbst ausdrückt. Doch auch die eigene Identität und die Gesellschaft, in der er lebt, spielen für Ackah eine unbestreitbare Rolle. Gesellschaftspolitische Themen wie Rassismus und die tiefgehenden Wunden des Kolonialismus lassen sich ebenfalls in den Werken wiederfinden.

Für seine Kompositionen inspiriert sich Ackah dazu unter anderem an afrikanischen Skulpturen und Masken. Die stilistisch künstlerische Anlehnung an Picasso und dessen Werk ist dabei bewusst gewählt, wobei auch Picassos Inspirationsquelle auf die afrikanische Kultur zurückführt. Ackah selbst beschreibt seine Beziehung dazu als ein Mysterium:

"Ich sehe in den afrikanischen Skulpturen eine Schönheit, eine Herausforderung, eine vollständige Geschichte, ein großes Geheimnis, das ich durch meine Arbeit mit Linien, Pinselstrichen und auch mit Farbe zu lösen versuche." (Ackah, 2021)

Auf den ersten Blick wirken seine Bilder leicht und verträumt, sowohl in Farben als auch in Motiven. Betrachtet man die Werke jedoch eingehender, so erkennt man eine Abgründigkeit und Tiefe, die einem Spiegel zur menschlichen Seele gleichkommt. Hinter den Pinselstrichen und zarten Linien erkennt man dunklere Bilder, die die surreale Stimmung seiner Werke erzeugen. Die Verwendung von Ausschnitten und die Darstellung von kleinsten Fragmenten unterstreichen diese Empfindungen zudem.

Lebenslauf/CV