Ngoye

Geboren 1980 in Abidjan, Côte d’Ivoire Lebt und arbeitet in Bingerville, Côte d’Ivoire

Der ivorische Künstler N'goye, mit vollem Namen Kouamé Jean Ngoran, überzeugt durch seine lebendigen und beeindruckenden neo-expressionistischen Kompositionen. Er schloss 2006 sein Studium an der École Nationale des Beaux-Arts (ENBA) ab. Die Hauptthemen seiner Werke sind afrikanische Masken, der Mensch und die Natur, verborgene Liebe und die Dynamiken von Gruppen. Seine Werke sind von der lokalen Kultur beeinflusst, besonders von traditionellen afrikanischen Masken sowie von Szenen des täglichen Lebens, die von Freude, Elend und politischen Konflikten geprägt sind.

Zu seinen Inspirationsquellen zählt N'goye Vincent Van Gogh, Pablo Picasso und Francis Bacon. Seine Kunst folgt deren Ansatz, die gemalten Objekte und Figuren zu formen, zu dekonstruieren und neu zu arrangieren. In seinen Porträtarbeiten analysiert der Maler den inneren Gemütszustand im Laufe eines Tages, von fröhlich bis zornig, den der Porträtist seinem Gegenüber gewöhnlich nicht preisgibt. Die porträtierten Personen sind nicht mehr zu erkennen, ihre maskenhaften Gesichter nur angedeutet, als ob sie nicht selbständig auf der Bildoberfläche existieren würden, sondern teilweise vom Hintergrund überlagert wären. Nicht der Künstler, sondern der Betrachter muss sie finden, um sie zu identifizieren.

Sein intensiver Ausdruck unterstreicht die kraftvolle und geheimnisvolle, manchmal fast unheimliche Dynamik, die jeder rituellen Praxis immanent ist, und umgibt so seine Werke mit der gleichen Aura des Mystischen und Unbekannten.

Lebenslauf