Serges Arthur Aboua

Geboren 1981 in Anyama, Côte d’Ivoire Lebt und arbeitet in Abidjan, Côte d’Ivoire

Der Künstler Serges Arthur Aboua, geboren in Anyama, einem Dorf in der Nähe der Wirtschaftshauptstadt Abidjan, zeigt in seinen Werken die Schönheit seiner Heimat. 2006, im selben Jahr seines Abschlusses an der ENBA (École Nationale des Beaux-Arts) in Abidjan, stellte er seine Werke im Städtischen Museum für Zeitgenössische Kunst in Abidjan aus. Aboua gilt seit langem als Geheimtipp in der lokalen Kunstszene der Elfenbeinküste und ist bereits in vielen privaten Sammlungen zu finden. Das Oeuvre des Künstlers zeichnet sich durch sein herausragendes malerisches Können und breite Themenvielfalt aus.

Tradition und Kultur, womit der Künstler tief verbunden ist, ziehen sich als Leitfaden durch sein Werk. Beinahe banale, alltägliche Szenen sowie urbane und ländliche Landschaften dienen als Inspiration für seine farbenfrohen, figurativen und abstrakten Kompositionen und Portraits. Charakteristisch für seine Maltechnik ist ein virtuoser Pinselstrich, eine subtile Farbmischung sowie der direkte Auftrag von Farbe auf die Leinwand. In einigen Werken verwendet er alltägliche Materialien (Zeitungsausschnitte, Karton, Stoff, Perlen, Pagne usw.). Bei der Verwendung dieser Gegenstände in seinen Kunstwerken greift er auf die lokale Tradition zurück, da Alltagsgegenstände häufig zur Herstellung von Kunstwerken verwendet wurden, gleichzeitig bezieht er sich aber auch auf die einflussreichen künstlerischen Bewegungen des XX. Jahrhunderts - Dada und Pop Art, während seine anderen Werke sein Interesse an den eher klassischen Werken von Turner und Monet offenbaren.

In seinen Werken folgt Aboua einer impressionistischen Herangehensweise, die oft mit der Schönheit der Natur in Verbindung gebracht wird, um die Schönheit und Kultur seines Heimatlandes und seiner städtischen Umgebung zu zeigen und so die oft irrtümliche Assoziation, dass es in Afrika nur Krieg, Gewalt und Armut gibt, zu dekonstruieren. Seine Werke spiegeln auch den politischen und gesellschaftlichen Diskurs wider; eine Generation, die stolz auf ihre Ursprünge ist, und ein Staat, der zu neuem Selbstbewusstsein gefunden hat. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf Gruppen, die die Existenz der Gesellschaft ermöglichen, indem er beispielsweise die brutale, herzzerreißende, aber auch kraftvoll-schöne Routine von Krankenschwestern zeigt und so über Themen nachdenkt, die in der heutigen Zeit von größter Bedeutung sind.

Lebenslauf