WOMEN POWER

21.10.2020-18.11.2020

Preview
Mittwoch 21. Oktober 2020 (nur mit Einladung)

Women Power

Women Power - die neue Ausstellung in der Galerie Melbye-Konan beschäftigt sich mit dem Thema Weiblichkeit und ihren verschiedenen Aspekten. Die Stärke der Frauen, die Hindernisse und Herausforderungen, denen sie in ihrem Leben begegnen, ihren Rollen in der gegenwärtigen Gesellschaft - in Afrika aber auch global, bilden den gemeinsamen Nenner dieser Ausstellung.
Der Kuratorin Stella Melbye-Konan ist es ein besonderes Anliegen eine neutrale Perspektive auf den Kontinent Afrika aufzuzeigen. Denn häufig wird diese mit einem exotischen, objektivierenden sowie westlichen Standpunkt verzerrt und zeugt von einem längst überholten Verständnis Afrikas. Um den Frauen eine Stimme und ein Gesicht zu geben, werden Werke verschiedener Künstler*innen gezeigt.
Tatsächlich sind mehr Frauen in Afrika Unternehmerinnen als Männer und machen 58% der selbständigen Bevölkerung des Kontinents aus. Darüber hinaus übernehmen Frauen in der Regel den größten Teil der Verantwortung für die Arbeit zu Hause, einschließlich der Kinderbetreuung.
Der Künstler Loba schafft in seinen Werken eine Geste der Anerkennung für die Arbeit der Frauen. In seiner Collage Le retour des champs aus Überresten von Zeitungen und Zeitschriften entwirft Loba eine eigene Form des Genrebildes, welches über die Wahl der Materialien um eine Kritik an der Wegwerfgesellschaft erweitert wird.
Yéanzis scheint in seinen Gemälden die Gesichter, das Lächeln und das Lachen der Frauen - und ihre Kraft - die Dinge sind, die dem Kunststoff Form geben, den der Künstler als Medium verwenden, und nicht umgekehrt.
Die Gemälde von Kone Zie spiegeln seine Faszination für einen der wichtigsten Aspekte der Weiblichkeit wider, das Wunder der Geburt und die Mutterschaft, die in seinen beiden Gemälde Les mères und La mère et les enfants zu sehen sind. In seinen Werken geht es um Gemeinschaft, die Fürsorge und Zärtlichkeit von Müttern.
Die atemberaubenden Porträts der nigerianische Künstlerin Vivian Timothy, die in Deutschland lebt, präsentieren emanzipierte Frauen, die stolz auf ihre Herkunft und Traditionen sind. Darüber hinaus greift die Künstlerin in ihren Werken die vergessenen Mythen und Geschichten des Kontinentes auf.
In den weiblichen Portraits von Serges Aboua, Zinahin und Atwola präsentieren beide die Schönheit der Frau. Dabei reproduzieren sie nicht das existierende exotische Bild der afrikanischen Frau, sondern zeigen ein modernes Bild der heutigen Frau. Es ist das Zusammenwirken von Aura, Hingabe, Liebe, Lebensfreude und Stärke, die den Begriff der Schönheit der Frau in ihren Werken definiert.
Die Gemälde der deutschen Künstlerin Anna Belen beweisen, dass dieser Perspektivwechsel auch in der westlichen Tradition möglich ist. Durch die Kombination von abstrakter und figurativer Malerei drückt sie ihre Faszination für die Freiheit, Kraft und Lebensfreude aus, wie sie sich auch im Tanz der Skaterin Oumi Janta findet.
Die Werke von Gbais Obou kreisen um das Thema der menschlichen Verletzlichkeit und der Weiblichkeit. Der Künstler befasst in dem ausgestellten Werk mit dem ernsten Thema Brustkrebs und möchte die Frauen sensibilisieren rechtzeitig ein Screening zu machen.
Alle ausgestellten Werke zeigen Frauen als unabhängige Individuen und sind eine Hommage an die Weiblichkeit in all ihren Facetten.

Stille Auktion
Die Galerie Melbye-Konan versteigert im Rahmen dieser Ausstellung das Kunstwerk von der Künstlerin Belén Der Engel, der in der Nacht erschienen ist in einer Stillen Auktion. Der Erlös geht zugunsten der Stipendienförderung an das internationale Jesuiten-Kolleg St. Blasien im Schwarzwald, wo die Künstlerin Belén von 2012 bis 2015 Internatsschülerin war. Gebote können bei der Vernissage sowie bis zum 18. November 2020 schriftlich bei der Galerie abgeben werden.

Präsentierte Künstler
Yeanzi, Jean Laurent Koné Zie, Belén, Serges Aboua, Zinahin, Atowola, Vivian Timothy, Obou, Loba