Arttrado
Galerie Melbye-Konan: Atowla & Uriel Montúfar

Anlässlich des 200. Jubiläums der Unabhängigkeit Perus präsentiert die Galerie Melbye-Konan zusammen mit dem Generalkonsulat von Peru in Hamburg vom 28. Juli bis zum 25. August 2021 eine Duo-Ausstellung. Die Galerie Melbye-Konan, die im September letzten Jahres eröffnete, vertritt in ihren 230m² großen Räumlichkeiten am Hamburger Jungfernstieg insbesondere Künstler*innen aus Afrika oder mit starkem Bezug zum Kontinent.

Ausgestellt werden die Werke des peruanischen Fotografen Uriel Montúfar, dessen Bilder sich auf indigene Weltansichten und die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt beziehen, und die neuesten Porträts des ivorischen Malers Atowla die sich in ihrer Technik und ihren Sujets an Fotografien orientieren. Der Dialog, der zwischen Montúfars und Atowlas Werken entsteht, ist ein Beispiel für die Bedeutung des kulturellen Synkretismus im heutigen Peru und eine Anerkennung des Beitrags afrikanischer Kulturen zu den verschiedenen Bereichen der Entwicklung des Landes – in diesem Fall vor allem seiner kulturellen Aspekte.

Am 28. Juli 2021, findet die Vernissage mit exklusiv geladenen Gästen aus Politik, Diplomatie, Kultur und Gesellschaft statt.

ATOWLA


Der aufstrebende Künstler Atowla Kouadio (*1997, Côte d’Ivoire) studierte an der École Nationale des Beaux Arts in Abidjan. Er gewann bereits 2019 den “Young Artists of the Future (JAA) Prize” und den „Peace and Environment Prize“ in Abidjan. Atowlas Gemälde ähneln Fotografien – beim Näherkommen entpuppen sich die Bilder als eine Konstellation von Punkten, die die Umrisse von Gesichtern bilden. Der Hintergrund ist immer eine Allusion. Die Dynamik wird durch Farbabstufungen erzeugt. Seine Arbeit hinterfragt die Macht der bildlichen Darstellung auf vielen Ebenen! Von der Reproduktion historischer und ikonischer Bilder bis hin zum Phänomen des Social-Media-Zeitalters. Sein neuestes Werk, welches in der kommenden Ausstellung präsentiert wird, besteht aus drei Serien: Série Miss, Série Politique und Série Life.

URIEL MONTÚFAR

Uriel Montúfar ist leidenschaftlicher Fotograf und Umweltanwalt. Er wurde als Quechua geboren und ist als Teil der Aymara aufgewachsen. Seine persönliche Verbindung zu diesen indigenen peruanischen Gruppen spielt eine große Rolle in seinen Fotografien, durch die er versucht, indigene Weltansichten und die Verantwortung der Menschen gegenüber der Erde zu vermitteln. Montúfar bezieht sich in seinen Bildern sowohl auf den Kapitalismus, als auch die vorschreitenden Auswirkungen der Industrialisierung auf unsere Umwelt. Sein beruflicher Bezug zur Thematik erlaubt ihm außerdem, eine emotionale und tiefgründige Verbundenheit zwischen Kunst, Umwelt, den Urvölker Südamerikas und sozialpolitischen Themen entstehen zu lassen. Insbesondere konzentriert er sich dabei auf die Beziehung des Menschen zu Pachamama – Mutter Erde. Der Fotograf wurde unter anderem von UNESCO im Rahmen der Projects for the Safeguarding of Intangible Cultural Heritage und bei den Sony World Photography Awards ausgezeichnet.